Musik in den Dienst von Humanität und gesellschaftlicher Befreiung zu stellen, war das Hauptanliegen des gebürtigen Güterslohers, der in den 1950er Jahren nach Italien auswanderte, weil ihm in Deutschland das politische Klima zu restaurativ und die aktuell geforderte Musik zu dogmatisch war. Henze vereinte die verschiedenen historischen Strömungen der Neuen Musik und verband sie mit Aspekten des Jazz und lateinamerikanischer Musik. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit, die gleichwohl auch sinfonische Werke und Kammermusik umfasste, legte Henze auf die Oper und großformatige Vokalwerke mit Orchesterbegleitung. Als Librettisten dienten ihm unter anderen die Dichterin Ingeborg Bachmann und der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger.
Keine Anmeldung erforderlich